Alikon, von

Fam. der Luzerner Führungsschicht im ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jh., verm. aus A. bei Muri (AG). Der Glockengiesser Hensli wurde 1448 eingebürgert, wobei Heinrich von Hunwil, der spätere Luzerner Schultheiss, bürgte. 1449 wurde Hensli Luzerner Grossrat. Peter ( -> 2) und sein Bruder Hans waren verm. Henslis Söhne. Das Geschlecht erlosch in männl. Linie mit Balthasar, Sohn von Heinrich ( -> 1), 1500 Inhaber einer Wartnerstelle in Beromünster, 1517-22 Grossrat, 1518 Neunerrichter, gestorben 1522 in der Schlacht bei Bicocca (I). Eine offenbar gezielte Bildungsstrategie förderte das Erreichen wichtiger Positionen. Die Fam. von A. ist ein Beispiel für die Realisierung von Aufstiegschancen, die Luzern in der 2. Hälfte des 15. Jh. bot.


Literatur
– G. von Vivis, «Drei Ahnenproben», in AHér.S 45, 1901, 45
– J. Kurmann, Die polit. Führungsschicht in Luzern 1450-1500, 1976

Autorin/Autor: Gregor Egloff