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Zanda, Carlo

geboren 2.2.1886 Livorno,gestorben 11.2.1971 Intragna (heute Gem. Centovalli), kath., von Verscio (heute Gem. Terre di Pedemonte). Sohn des Antonio, Kaufmanns, und der Barbara geb. Leoni. ∞ 1922 Lucrezia Cavalli, Tochter des Giuseppe, Kaufmanns von Verscio in Livorno. 1903 Handelsdiplom. Bankangestellter, 1908 Eintritt in die Grossbäckerei und das Export- und Importgeschäft seines Vaters, ab 1922 Direktor, nach Auflösung des Geschäfts infolge der Weltwirtschaftskrise 1932 Rückkehr nach Verscio, ab 1935 Anstellung in der kant. Verwaltung und freier Publizist. Ausser dem Gedichtband "Controluce" (1971) wurden Z.s Erzählungen, u.a. "Il fanalaio della Meloria" (1971), und seine drei Romane, u.a. "Nilla" (1976), erst von seinem ebenfalls schriftstellerisch tätigen Sohn Antonio veröffentlicht. Sie erzählen in poet. Sprache vom Leben am Meer und in den Bergen und widerspiegeln die zwiespältige Lebenssituation der Aus- und Rückwandererfamilien.


Literatur
– A. Zanda, L'uomo e il mare nella novellistica di Carlo Z., 1987
– G.A. Papini, «La poesia di Carlo Z.», in La letteratura dell'emigrazione, hg. von J.-J. Marchand, 1991, 331-337

Autorin/Autor: Michèle Stäuble