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No 13

Bernoulli, Nicolaus

geboren 10.10.1687 Basel,gestorben 29.11.1759 Basel, ref., von Basel. Sohn des Nicolaus, Malers und Ratsherrn, und der Ursula Stähelin. Neffe des Jacob ( -> 7) und des Johann ( -> 9). ∞ 1) Anna Maria Birr, von Basel, 2) Katharina Battier, von Basel. B. begann 1700 sein Stud. der Jurisprudenz in Basel. Als Magisterarbeit verteidigte er 1704 die letzte Reihendissertation seines Onkels Jacob. Mit einer Schrift über die Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf jurist. Probleme erwarb er 1709 den Titel eines Dr. iur. Bildungsreisen führten ihn 1705 nach Groningen zu seinem Onkel Johann, 1710 über Bern, Genf und Lyon nach Paris sowie 1712-13 nach England und Frankreich, wobei er Isaac Newton auf einige im B.-Kreis vieldiskutierte Beweislücken in dessen "Principia" aufmerksam machen und zu deren Korrektur veranlassen konnte. In Basel bewarb sich B. 1714, 1720 und 1722 erfolglos um einen Lehrstuhl. 1716 wurde er nach langen Bemühungen von Gottfried Wilhelm Leibniz und dessen Freundeskreis als Nachfolger von Jacob Hermann auf den Mathematiklehrstuhl in Padua berufen (bis 1719). Wieder in Basel, versah B. ab 1722 die Professur für Logik, sodann von 1731 bis zu seinem Tod den Lehrstuhl für Lehensrecht. In Basel war B. zehnmal Dekan der jurist. Fakultät und fünfmal Rektor. Mitglied der Akad. der Wissenschaften von Berlin (1713) und der Royal Society in London (1714). Seine wenigen Publikationen enthalten bedeutende Beiträge zur Lösung von Trajektorienproblemen und zur Riccati'schen Differentialgleichung. Zahlreiche wiss. Probleme (v.a. zur Wahrscheinlichkeitstheorie und zur Konvergenz unendlicher Reihen) hat B. in seinem Briefwechsel (ca. 550 erhaltene Stücke) behandelt. Unpubliziert blieb zunächst B.s Lösung des Problems der Summe der inversen Quadratzahlen (1737), an dem Leibniz und sein Onkel Jacob gescheitert waren. 1713 gab B. die "Ars conjectandi" seines Onkels, 1744 (zusammen mit Gabriel Cramer) dessen "Opera omnia" heraus.


Werke
– [Eine Ausgabe der Werke und Briefe von B. wird gegenwärtig in Basel vorbereitet]
Literatur
– Poggendorff, Hwb. 7a, 81 f.
DSB 2, 56 f.

Autorin/Autor: Fritz Nagel