Mauborget

Polit. Gem. VD, Bez. Jura-Nord vaudois, zwischen dem Chasseron und dem Mont Aubert, an der Strasse von Grandson nach Môtiers (NE). M. ist das höchstgelegene Dorf des Waadtländer Jura (1170 m). 1403 Malborget. 1803 94 Einw.; 1850 126; 1900 92; 1950 68; 1980 41; 2000 85. Im MA gehörte M. zur Herrschaft Grandson, 1484-1798 zählte das Dorf zur Vogtei und 1798-2006 zum Bez. Grandson. 1730 löste sich M. von der Grossgem. Fiez und bildete eine selbstständige Gemeinde. Kirchlich war M. der Pfarrei Fiez, ab 1897 dem Vikariat Villars-Burquin (seit 1917 Pfarrgem.) angegliedert. 1964 wurde eine Kapelle errichtet. An der Wende zum 20. Jh. verhalf der Bau eines Hotels und mehrerer Pensionen dem Sommertourismus zu einem Aufschwung. Gegen Ende des 20. Jh. begann die Gem., sich auf den Wintertourismus auszurichten. Es wurden Langlaufpisten angelegt und Ferienwohnungen gebaut. Dank des Ausbaus eines Netzes asphaltierter Wege und der intensiven Nutzung der Wälder (350 ha) konnte sich die Berglandwirtschaft behaupten. 2000 bestanden noch fünf Bauernbetriebe.


Literatur
– V.-H. Bourgeois, Au pied du Jura, 1906 (31982)

Autorin/Autor: Philippe Heubi / AHB