Alchenstorf

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Burgdorf. Die Gem. umfasst Ober- und Unterdorf, versch. Höfe und Weiler, seit 1888 zudem die ehem. Gem. Wil als eigenständige Burgergem. 1221 Alchirstorf. 1764 246 Einw.; 1850 648; 1900 615; 1950 630; 2000 551. Altes Siedlungsgebiet mit verm. neolith. Siedlungsresten im Rain und Kastenmoos, Spuren eines röm. Gutshofs sowie röm. Münzfunden (Depot?) im Ischbergwald. Die 1275-1471 erw. Kirche (Standort unbekannt, evtl. im Unterdorf), deren Kirchensatz 1381 die Kartause Thorberg erworben hatte, wurde 1422 Filiale von Koppigen und später aufgehoben. A. gehört seitdem kirchl. zu Koppigen. Die 1528 aufgehobene Kartause Thorberg (danach Amt Thorberg) besass Niedergericht, Grundbesitz und Fischenzen. Hochgerichtl. unterstand A. bis 1798 als Teil des Gerichts Koppigen der Landvogtei Wangen. Die vorwiegend landwirtschaftl. Struktur ist am Ende des 20. Jh. noch erhalten. 64% der erwerbstätigen Einw. arbeiteten 1990 jedoch auswärts, v.a. in den Regionen Bern, Burgdorf und Solothurn.


Literatur
Heimatbuch des Amtes Burgdorf und der Kirchgem. Utzenstorf und Bätterkinden, 2 Bde., 1930-38
Chronik der Gem. des Kt. Bern 1, 1951

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler