Lochmann

Bürgerfam. der Stadt Zürich, ursprünglich evtl. aus Goldbach in Küsnacht (ZH). Das Geschlecht verzweigte sich in drei Linien, deren verwandtschaftl. Verhältnisse ungeklärt sind. Stammvater der ersten Linie ist Ulrich, dessen Urenkel Hans (1508-68) jenen Zweig begründete, der zahlreiche Personen in Kriegsdiensten hervorbrachte (z.B. Ulrich -> 8). Seine Vertreter erfuhren im 17. Jh. aufgrund militär. Erfolge (23 Offiziere) einen sozialen Aufstieg. Im 17. Jh. wurden zwei Obersten vom franz. Kg. Ludwig XIV. geadelt (Heinrich -> 3, Peter -> 7). Anfang des 19. Jh. starb die Linie aus. Auch die von Rudolf (15. Jh.) abstammende zweite Linie, die 1663 erlosch, stellte Offiziere und war wirtschaftlich erfolgreich (Hans Heinrich -> 2). Conrad (geboren 1552) begründete die im 18. Jh. ausgestorbene dritte Linie der Büchsenmacher. Im 16. und 17. Jh. gehörte die zweite, im 17. und 18. Jh. die erste Linie den Schildnern zum Schneggen an. Nur die beiden ersten Linien waren im Kl. Rat vertreten (insgesamt 13- mal). Die L. besassen neben ihren Häusern und Landsitzen das Schloss Elgg.


Literatur
– C. Keller-Escher, Promptuarium genealogicum, o.J., (ZBZ)
Schweiz. Geschlechterbuch 4, 322-331
– H. Schulthess, Die L., 1940

Autorin/Autor: Katja Hürlimann