Vuarrens

Polit. Gem. VD, Bez. Gros-de-Vaud, die das Dorf V. und den Weiler Vuarrengel umfasst und an der Kreuzung der Verkehrsachsen Lausanne-Yverdon-les-Bains und Moudon-Orbe liegt. 1147 Vuarens, 1177 Warens. 1416 42 Feuerstätten; 1453 27; 1803 426 Einw.; 1850 549; 1900 532; 1950 429; 2000 565. Eine röm. Villa wurde 1828 ausgegraben. Im MA besassen in V. v.a. der Bf. und das Domkapitel von Lausanne Güter und Rechte. V. war 1536-1798 eine Kastlanei der Vogtei Yverdon und zählte 1798-2006 zum Bez. Echallens. Die Herrschaft war 1675 in den Händen der Edlen von Lavigny, später der Loys und der de Joffrey, bevor sie 1728 Jean-Pierre Bergier von Lausanne erwarb. Zur 1228 bezeugten Pfarrei gehörten von der Reformation an auch Essertines-sur-Yverdon und bis 1724 auch Pailly. 1705 wurde die heutige Kirche instand gestellt und das Pfarrhaus neu erbaut. Eine Güterzusammenlegung erfolgte 1964. Die traditionell auf Viehzucht und Milchwirtschaft ausgerichtete Gem. (2005 stellte der erste Sektor 42% der Arbeitsplätze) entwickelt sich zunehmend zur Wohngemeinde, v.a. in Vuarrengel.


Literatur
– E. Vion, «Evolution du corpus toponymique de la commune de V., Vaud, Suisse, de 1690 à 1983», in Caesarodunum, 1984, Nr. 19, 315-344
– M. Fontannaz, Les cures vaudoises, 21987, 100-103, 429
– D. Décosterd, Région du Gros-de-Vaud: programme de développement, 3 Bde., 1990

Autorin/Autor: Marianne Stubenvoll / SRL