Hottinger (Kaufleute)

Zürcher Bürgergeschlecht. 1401 erhielten Hans, Heinrich und Ruedi von Zollikon das Zürcher Bürgerrecht. Genealogisch gesicherter Stammvater ist Hans, der als Bäcker um 1530 lebte. Jakob (1552-1605), vermutlich sein Sohn oder eventuell Enkel, begründete die Tuchherrenlinie im Hause zum Büchsenstein. In der zweiten Linie betätigten sich die H. bis zum Beginn des 18. Jh. als Chirurgen und Pfarrer. Johannes (1712-44) erbte von seinem Schwiegervater Johannes Cramer (gestorben 1742) eine Baumwoll- und Seidenmanufaktur (ehem. Manufaktur Keller). Ab 1744 führte seine Frau Anna (1713-80) die Firma erfolgreich weiter (1808 Liquidation). Ihr Enkel Hans Konrad ( -> 3) eröffnete das ab Anfang des 19. Jh. bedeutende Bankhaus Messieurs Hottinguer & Cie. Die franz. H. bekamen 1810 den Baronentitel und sind die einzigen Nachfahren des Geschlechts.


Literatur
Schweiz. Geschlechterbuch 2, 240-245
– H. Lüthy, La banque protestante en France 2, 1961, 722-726
– R. Cramer, «Der franz. Finanzmann Baron Hans Conrad H. (1764-1841) und seiner Vorfahren Handelshaus "Keller, Cramer, Hottinger" (1607-1807) zum langen Stadelhofen und zum kleinen Pellikan in Zürich», in ZTb, 1991, 1990, 74-95

Autorin/Autor: Katja Hürlimann