Villars-Tiercelin

Ehemalige politische Gemeinde VD, Bezirk Gros-de-Vaud, die 2011 mit Montaubion-Chardonney, Peney-le-Jorat, Sottens und Villars-Mendraz zur neuen Gemeinde Jorat-Menthue fusionierte. Um 1215 Vilar Ticelin. 1764 151 Einw.; 1798 171; 1850 271; 1900 248; 1950 216; 1970 152; 2000 343. Im MA gehörte das Dorf zur Kastlanei Dommartin. Das Domkapitel Lausanne besass den Zehnten. 1536-1798 stand V. als Teil des Mandements Dommartin in der Landvogtei Lausanne unter der Gerichts-, Lehens- und Zehntherrschaft von Bern. Die kommunalen Angelegenheiten regelten die Dorfgenossen selbst. 1798-2006 gehörte V. zum Bezirk Echallens. Es war nach Dommartin und ab 1794 nach Peney-le-Jorat kirchgenössig; 2000 kam es zur Kirchgem. Haute-Menthue. 1965 stellte die Landwirtschaft noch 75% der Arbeitsplätze in der Gemeinde, nach einem Strukturwandel waren es 2005 noch 40%. 1980 wurde V. in die Agglomeration Lausanne eingegliedert, danach entwickelte es sich kontinuierlich zu einer Wohngemeinde. 1953 wurde eine Güterzusammenlegung durchgeführt.


Literatur
– D. Décosterd, Région du Gros-de-Vaud: programme de développement, 3 Bde., 1990
– J. Sauter, La paroisse réformée de Peney-le-Jorat, V. et Villars-Mendraz, 1794-1994, 1994

Autorin/Autor: Marianne Stubenvoll / ANS