Haab [Hab]

Zürcher Junkergeschlecht. Erstes bekanntes Mitglied der Fam. war der 1382 in Zürich eingebürgerte Hans von Meilen. 1390 sass ein gewisser Jakob im Gr. Rat. Genealogisch gesicherter Stammvater ist Johannes (gestorben 1483), der 1464 von Ks. Friedrich III. den Wappenbrief erhielt. Sein Bruder Heinrich (gestorben 1504) wirkte 1473-89 als Zunftmeister zum Weggen. Als Freund Hans Waldmanns wurde er 1489 abgesetzt und gebüsst, 1490 rehabilitiert und wieder in sein Amt eingesetzt. Heinrich starb ohne Nachfahren. Die H. spielten in der Zürcher Politik des 15. bis 17. Jh. eine bedeutende Rolle. Sie stellten acht Obervögte, einen Landvogt und zwei Reichsvögte. Für die Zünfte zum Weggen und zur Saffran sowie als Constaffler gehörten sie sechsmal dem Kl. Rat an. 1547-1720 besassen sie einen Schild bei den Schildnern zum Schneggen und im 17. Jh. gar deren zwei. Der bekannteste Politiker der Fam. war Bürgermeister Johannes ( -> 1). Die H. betätigten sich v.a. im Staatsdienst. Der letzte männl. Nachkomme der Fam. starb 1820 in Klagenfurt.


Literatur
– C. Keller-Escher, Promptuarium genealogicum, o.J., (ZBZ)

Autorin/Autor: Katja Hürlimann