Villars-le-Terroir

Polit. Gem. VD, Bez. Gros-de-Vaud, die das Dorf V. und die Weiler Montandrey, Le Grand Buron und Le Petit Buron umfasst. 1228 apud Vilaret devant Gumoens, 1438 Villart le Terrioux. 1764 33 Haushalte (davon 29 katholisch); 1798 410 Einw.; 1850 543; 1900 581; 1950 547; 1970 499; 2000 637. Frühma. Gräberfeld bei Sur le Châtelard. Im MA besass die Abtei Montheron die Huben Le Buron und Montandrey. Die Herren von V., die späteren Herren von Colombier, hatten ebenfalls Güter und Rechte inne. 1475-1798 war V. Teil der gemeinen Vogtei Orbe-Echallens, in der sich Bern und Freiburg die Gerichtsbarkeit und das Lehen teilten, während die Stadt Lausanne die ehem. Güter der Abtei Montheron besass. Das Dorf wurde von zwei Dorfvorstehern und einem zwölfköpfigen Rat verwaltet. 1798-2006 gehörte die Gem. zum Bez. Echallens. Vor 1228 unterstand die Pfarrei der Abtei Montbenoît (Pontarlier), 1453 wurde V. eine Filiale von Echallens, ab 1847 bildete es wieder eine Pfarrei. V. nahm die Reformation nur z.T. an und blieb mehrheitlich katholisch. Die Kirche Saint-Nicolas ersetzte 1908 die im 13. Jh. erstmals erw. Kapelle. Sie wurde 1949, 1975 und 2009 restauriert und dient beiden Konfessionen. In V. ist die Landwirtschaft noch immer ein wichtiger Wirtschaftszweig, der 1985 74% und 2005 55% der Arbeitsplätze in der Gem. stellte. 73% der Erwerbstätigen waren 2000 jedoch Pendler, die v.a. in Lausanne und Echallens arbeiteten. 1960-88 wurde eine Güterzusammenlegung durchgeführt.


Literatur
– P.-R. Monbaron, «Au cœur du bailliage commun d'Echallens-Orbe», in Paysages découverts 1, 1989, 63-71
– D. Décosterd, Région du Gros-de-Vaud: programme de développement, 3 Bde., 1990
– F. Maurer-Lemonnier, Armorial des familles ressortissantes de V. (VD), 1997
– P.-Y. Favez, «Familles de V. en 1591», in Bull. généalogique vaudois, 1998, 89-95

Autorin/Autor: Marianne Stubenvoll / ANS