Engelhard

Seit 1358 in den Zürcher Steuerbüchern erw. Zürcher Junkergeschlecht. 1370 ist Heinrich, Zunftmeister zur Meisen, als Mitglied des Kl. Rats belegt. Genealogisch gesicherter Stammvater ist der 1381 eingebürgerte Heinrich von Zug. Sein Sohn Hans war einer der grössten Steuerzahler Zürichs. Vom 14. bis 16. Jh. gehörten die E. (u.a. Konrad -> 5, Felix -> 1) zu den wichtigsten Zürcher Fam. und stellten fünf Kleinräte. Sie waren häufig Mitglieder der Meisenzunft, spätestens ab dem 16. Jh. bei den Schildnern zum Schneggen. Heinrich ( -> 2) dürfte einer der prägenden Männer der Reformation in Zürich gewesen sein. Im 17. Jh. verloren die E. jeden polit. und gesellschaftl. Einfluss, waren meistens Handwerker im Textilgewerbe (Linie von Felix, 1586-1634) oder Fischer und dadurch in der Schiffleutenzunft (Linie von Heinrich, 1598-1661).


Literatur
Schweiz. Geschlechterbuch 2, 157 f.
– C. Keller-Escher, Promptuarium genealogicum, Hs., (ZBZ)

Autorin/Autor: Katja Hürlimann