Oulens-sous-Echallens

Polit. Gem. VD, Bez. Gros-de-Vaud. 1207 Ollens. 1453 20 Feuerstätten; 1764 52; 1803 330 Einw.; 1850 436; 1900 396; 1950 316; 1970 266; 2000 427. Hallstattzeitl. Grabhügel, frühma. Gräberfeld. Als Grangie (Eigenwirtschaftshof) der Abtei Lac de Joux gehörte O. im MA zur Herrschaft Echallens. 1484-1798 war O. Teil von Orbe-Echallens, einer gemeinen Herrschaft von Bern und Freiburg. Die beiden Stände hatten die Gerichtsbarkeit und einen Teil des Lehens inne, die restl. Lehensgüter gehörten den Fam. Thomasset, Mestrezat und de Martines. Das Dorf wurde durch die Versammlung der Dorfgenossen verwaltet. 1798-2006 gehörte O. zum Bez. Echallens. Im 12. Jh. war O. nach Goumoens-la-Ville kirchgenössig. Vor 1228 wurde O. durch die Abtei Montbenoît bei Pontarlier zur Pfarrei erhoben. O. nahm die Reformation 1553 an. Die Reformierten von Saint-Barthélemy schlossen sich 1640 der Kirchgem. O. an, 1837 die Filialkirche von Bettens. Die rom. Kirche stammt aus dem 12. Jh. (Chor von Anfang des 16. Jh.). 1971-87 fand eine Güterzusammenlegung statt. 1997 wurde eine Entsorgungsstelle für stabilisierte Abfälle der Westschweizer Kantone eröffnet. Die Gem. ist von der Landwirtschaft (2000 17 Höfe) und von Wohnsiedlungen geprägt. Die Fertigstellung der Autobahn A1 Ende der 1980er Jahre begünstigte die Niederlassung von Pendlern in O. 2005 stellte der 1. Sektor 40% der Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Literatur
– E. Dupraz, Introduction de la Réforme par le "Plus" dans le bailliage d'Orbe-Echallens, 1916
– D. Décosterd, Région du Gros-de-Vaud: programme de développement, 3 Bde., 1990
– P. Roulin, O., 2004

Autorin/Autor: Marianne Stubenvoll / ASCH