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Gady, Nicolas de

geboren 12.10.1766 Freiburg,gestorben 2.5.1840 Montagny, kath., von Freiburg. Sohn des Ignace ( -> 1). Ledig. G. trat 1782 als Unterleutnant ins Regiment Castella in franz. Dienste ein und nahm 1790 an der Unterdrückung der Rebellion des Regiments Chateauvieux in Nancy teil. 1792, bei der Verabschiedung der Schweizer Regimenter, war er Aide-Major. Er kehrte nach Freiburg zurück, wo er Mitglied im Rat der Zweihundert wurde. Als das Ancien Régime 1798 zusammenbrach, ging er nach Polen ins Exil und schloss sich dann dem Regiment Bachmann in engl. Diensten an. Als Hauptmann nahm er am Feldzug von 1799 teil und kämpfte 1800 in Graubünden. Nach der Verabschiedung des Regiments Bachmann 1801 kehrte er erneut nach Freiburg zurück. Als Landeshauptmann der freiburg. Milizen (1804-14) und als eidg. Divisionskommandant (1815) befehligte er 1805, 1809 und 1815 die eidg. Truppen an der Grenze. 1816 wurde er zum ersten Adjutanten des Gf. von Artois ernannt. Bis zur Julirevolution 1830 war er Generaloberst der Schweizer Regimenter in franz. Diensten im Grad eines Maréchal de camp. Er hinterliess ein Manuskript über die Feldzüge von 1799-1801 und seine Memoiren. 1813-16 Präs. der Ökonom. und Gemeinnützigen Gesellschaft der Stadt Freiburg. Kommandeur des St.-Ludwigs-Ordens.


Archive
– StAFR, Nachlass
Literatur
– D. Pedrazzini, «Nicolas de G.», in Ecrivains militaires fribourgeois, 1986, 43-54
– H. Foerster, «Der Freiburger Nicolas de G. und seine Kompagnie im Schweizer Emigrantenregiment Bachmann im 2. Koalitionskrieg (1799-1801)», in FGB 69, 1992, 105-208 (mit Edition des Manuskripts von G.)

Autorin/Autor: Sébastien Rial / AL