Zen Gaffinen

Seit dem 13. Jh. bekannte Fam. des Zenden Leuk, die sich ursprünglich de Cabanis nannte, zunächst in Gampel, danach auch in Steg ansässig war und sich später in fast alle Gem. des Zenden verbreitete. Erste Abkömmlinge des Geschlechts finden sich schon im 14. Jh. als Vertreter des Zenden Leuk in Bündnisverträgen mit Mailand und Savoyen. Im 15. Jh. teilte sich das Geschlecht in versch. Zweige: Die de Cabanis in Gampel, Erschmatt und Steg nahmen im 16. Jh. den dt. Namen Z. bzw. Zengaffinen an. Die de Cabanis, die am Ende des 14. Jh. nach Leuk gekommen waren - von ihnen stammt der Landeshauptmann Perrinus ( -> 1) ab -, nannten sich später Oggerio de Cabanis und schliesslich Oggier bzw. Otschier. Ein weiterer Zweig aus Turtmann nannte sich de Cabanis Schwytzer. Er erlosch im 18. Jh. Vertreter aller drei Zweige besetzten im Ancien Régime regelmässig wichtige polit. Ämter. So stellten sie im Zenden Leuk einen Zendenhauptmann, über ein Dutzend Meier und mehrere Kastlane von Niedergesteln sowie in der Landschaft Wallis zwei Landvögte von Monthey und ein Landvogt von Saint-Maurice. Vertreter eines weiteren aus Gampel stammenden Zweigs wanderten in den ersten Jahrzehnten des 16. Jh. nach Thun und Beatenberg aus. Dessen Nachkommen nennen sich heute Gafner.


Literatur
Walliser Wappenbuch, 1946, 49
Neues Walliser Wappenbuch 1, 1974, 188; 2, 1984, 253 f.

Autorin/Autor: Bernard Truffer