Bretigny-sur-Morrens

Gem. VD, seit 1798 Bez. Echallens. 1224 Britignie. 1764 125 Einw.; 1798 177; 1850 200; 1900 212; 1950 196; 1960 175; 2000 563. Im MA hatten die Edlen von Bottens ein Lehen in B., das sie von den Herren de Cossonay erhalten hatten. Ende des 15. Jh. gehörte dieses Lehen den Edlen von Russin. Zur Zeit der Berner Herrschaft war B. Teil der Vogtei Lausanne. Es unterstand der Gerichtsbarkeit der Stadt Lausanne und schickte ein Mitglied an das Lausanne zugehörige Gericht der ehemaligen Abtei Montheron. Verwaltet wurde B. durch die Versammlung der Dorfgenossen. 1806 Bau des Gemeindehauses (mit Schule, Ofen, Käserei). B. gehörte -- soweit die Überlieferung zurückreicht -- immer zur Pfarrei Morrens. Um 1733 Bau eines Hauses mit Glocke für den Gottesdienst. 1957 erfolgte eine Güterzusammenlegung. Die Gem. nahm seit den 1960er Jahren bevölkerungsmässig stark zu und entwickelte sich zur Wohnsiedlung der Agglomeration Lausanne, in der auch die Arbeitsplätze im 2. und 3. Sektor zugenommen haben.


Autorin/Autor: Marianne Stubenvoll / MS