Sala

Luganeser Notarsfam., die ursprünglich aus dem Dorf Sala Capriasca stammt, von dem sie ihren Namen ableitet. Albertolus ist 1423 als vollberechtigter Bürger Luganos bezeugt, 1443 als Prokurator von Lugano. Im 13. und 14. Jh. besassen die S. weltl. und kirchl. Güter. Im 14. und 15. Jh. bekleideten zahlreiche Familienmitglieder kirchl. Ämter. Antonio (1458 erstmals bezeugt, gestorben 1504), spätestens ab 1472 Erzpriester von Lugano, vertrat 1474 den Papst in einem Streitfall innerhalb des Kapitels von Bellinzona und war Vikar des Bf. von Como. 1476 reformierte er die Statuten des Kapitels S. Lorenzo in Lugano. Sein Bruder Michele figuriert 1469, dessen Sohn Giovanni Pietro 1502 im Verzeichnis der Anwälte von Lugano. Andere S. sind in versch. Orten des Kt. Tessin, v.a. im Sottoceneri, bezeugt.


Literatur
– A. Lienhard-Riva, Armoriale ticinese, 1945, 427-429
– A. Moretti, Da feudo a baliaggio: la comunità delle pievi della Val Lugano nel XV e XVI secolo, 2006, v.a. 234-236

Autorin/Autor: Francesca Luisoni / PTO