Senarclens

Polit. Gem. VD, Bez. Morges, die auch den Weiler Soveillame umfasst. 1011 Senerclens. 1476 11 Feuerstätten; 1550 20; 1603 16; 1764 157 Einw.; 1850 184; 1900 198; 1950 183; 2000 349. Galloröm. Siedlungsspuren bei En Verniaz, Soveillame und En Condémines (mit Gräberfeld), frühma. Friedhof bei Châtonnaires, Motte mit Graben. 1164 wird ein Ritter von S. erwähnt; der Ort war damals ein Lehen der Herrschaft Cossonay. 1584 liess Georges-François de Charrière die Burg vollständig umbauen; von ihr ist nur ein Turm erhalten. Das Dorf wurde 1597 zur Herrschaft erhoben und von einer Versammlung der Dorfgenossen verwaltet. 1539-1798 gehörte es zur bern. Landvogtei Morges, 1798-2006 zum Bez. Cossonay. Die Pfarrei unter dem Patronat des hl. Nikolaus wird 1222 und 1228 erwähnt; 1285 war S. keine selbstständige Pfarrei mehr, sondern gehörte zu jener von Cossonay. Die alte Kirche ist nicht mehr erhalten. 1678 verwüstete ein Brand das Dorf. 1982 wurde ein Gemeindesaal eingerichtet. Mit dem Bau von Einfamilienhäusern seit den 1970er Jahren wuchs die Bevölkerung. 2000 waren 70% der in der Gem. wohnhaften Erwerbstätigen Wegpendler.


Literatur
– L. de Charrière, Les fiefs nobles de la baronnie de Cossonay, 1858, 206-289

Autorin/Autor: François Béboux / ANS