Albrizzi [Albrici, Brizio]

Der Ursprung der Fam., deren Name in versch. Schreibweisen erscheint (u.a. Albriacis und Bretio; in den Abschieden der Tagsatzung Albrisch oder Alberisch), liegt im Dunkeln. Möglicherweise wanderten die A. aus Como (I) oder einer anderen lombard. Provinz ins Gebiet des heutigen Kt. Tessin ein. In der 1. Hälfte des 13. Jh. werden die A. im Locarnese erstmals erwähnt. Zu den herausragenden Persönlichkeiten dieses Zweigs gehört Simone gen. Campanella, Hauptmann im Dienst Franchino Ruscas, der 1448 Lugano und Porlezza (I) besetzte; den Versuch, bis nach Como vorzurücken, verhinderte die Niederlage gegen den Condottiere der Ambrosian. Republik, Giovanni della Noce. Ein anderer Zweig der Fam. ist ab dem 15. Jh. in Lugano und Torricella belegt, darunter Antonio ( -> 1), der eine führende Rolle im polit. Leben des noch jungen Kt. spielte. Die Fam. besass beachtl. Güter im Mendrisiotto, wo sie u.a. Rechte über die Burg Castel S. Pietro erwarb.


Literatur
– Schaefer, Sottocenere
– G. Wielich, Il Locarnese negli ultimi tre secoli del Medioevo, 1973

Autorin/Autor: Redaktion / GG