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Diesbach, Fridéric de (Steinbrugg)

geboren 7.5.1677 Freiburg, gestorben 22.8.1751, kath., von Freiburg. Sohn des Jean-Frédéric, Herrn von Heitenried und Champvent, und der Marie-Elisabeth von Steinbrugg. Bruder des François Philippe ( -> 5). ∞ Victoire, Gräfin von Faraone. 1695 Kadett im Schweizer Garderegiment, 1696 Fähnrich, 1697 Feuertaufe in Flandern, 1702 Oberstleutnant und Teilnahme an der Schlacht von Nijmegen. Darauf trat D. dem Regiment Pfyffer bei und zeichnete sich 1708 bei der Belagerung Lilles aus. Da er nicht zum Oberst befördert wurde, quittierte er den franz. und trat in den holländ. Dienst ein, wo er als Brigadier 1711 ein kath. Schweizer Regiment aushob. Auf Intervention von Kg. Ludwig XIV., der über D. verärgert war, wurde ihm seine Staatszugehörigkeit von Freiburg aberkannt. Das Regiment D. nahm an den Mailänderkriegen, an den Feldzügen nach Spanien und am Rhein teil, wurde aber nach dem Frieden von Utrecht 1713 aufgelöst. 1714 wurde D. von Ks. Karl VI. zum Generalmajor befördert. Nach dem Angriff der Türken auf die Republik Venedig wurde 1714 eine kaiserl. Armee ausgehoben, in der D. das Kommando über drei Regimenter erhielt. In Anerkennung seiner Leistungen verlieh ihm Karl VI. 1718 den Titel eines Reichsgrafen. 1719 nahm D. am Feldzug von Sizilien teil und befehligte das Regiment Holstein beim siegreichen Ansturm auf Messina. 1722 ehrte ihn Karl VI. mit dem an die Seitenlinien vererbbaren Titel Fürst von St. Agatha. 1722 wurde D. Gouverneur von Syrakus, 1723 Kammerherr, kaiserl. Kämmerer sowie Feldmarschall-Leutnant, 1726 Mitglied des Kriegsrates. Nachdem er 1734 in der Schlacht bei Parma verletzt worden war, zog er sich nach Freiburg zurück, wo er ehrenhalber den Titel eines Staatsrates erhielt.


Autorin/Autor: Benoît de Diesbach Belleroche / MS