Pampigny

Polit. Gem. VD, Bez. Morges, am Jurafuss gelegen. 1141 Pampiniaco. 1453 120 Feuerstätten (P., Cottens, Montricher, Sévery); 1764 393 Einw.; 1850 627; 1870 555; 1900 650; 1950 528; 1970 445; 2000 828. Das Gemeindegebiet von P. war schon zu röm. Zeit und im FrühMA besiedelt, im MA war es in vier Lehen unterteilt. P. war das grösste der vier und dem Schloss Cossonay unterstellt. Im 17. Jh. liess die Fam. de Mestral dort ein Schloss errichten, das die Gem. 1836 erwarb und als Schulhaus nutzte. P. gehörte unter bern. Herrschaft zur Landvogtei Morges (Zwölferrat) sowie 1798-2006 zum Bez. Cossonay. Nach der Reformation wurde nur noch der rom. Chor der Pfarrkirche Saint-Pierre benutzt. 1736 folgte der Umbau der Kirche. Nach der Beteiligung am Bau der Linie Apples-L'Isle der Bière-Apples-Morges-Bahn 1896 und der Erstellung einer Hochdruckwasserversorgung, sah sich der Gemeinderat 1902 genötigt, eine Gemeindesteuer zu erheben. 1983 entstand das neue Schulhaus Collège du Champ-Carré. Einen Grossteil der berufstätigen Einwohner bilden Landwirte und Pendler.


Literatur
– I. Bissegger, La paroisse de P. du milieu du XIVe siècle à 1536, Liz. Lausanne, 1973
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 77 f., 176-179

Autorin/Autor: François Béboux / MD