20/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Lussery

Ehem. polit. Gem. VD, Bez. Gros-de-Vaud, 1999 mit Villars-Lussery zur Gem. L.-Villars fusioniert, am rechten Ufer der Venoge gelegen. 1147 Luseri. 1764 159 Einw.; 1850 241; 1900 189; 1950 143; 1980 109; 1990 161. Überreste aus röm. Zeit. In der 2. Hälfte des 12. Jh. besass das Kapitel von Lausanne Güter in L. und die Herren von Cossonay hatten hier versch. Rechte inne. Ab dem späten 13. Jh. wurden L. und Villars-L. zu einer Herrschaft vereinigt, die nacheinander an die Fam. de Joux, von Ligerz, die Herren von Aubonne und später an die Fam. de Gingins ging. Zwei Zweige der letztgenannten Fam. teilten L. und Villars-L. 1664 untereinander auf. 1515 bildete sich die Dorfgemeinschaft. Unter der Berner Herrschaft (1536-1798) gehörte L. zur Landvogtei Morges (Gerichtsort), danach bis 2006 zum Bez. Cossonay. Die Gem. wurde zusammen mit Villars-L. durch einen neunköpfigen Rat verwaltet. Kirchlich gehörte L. stets zur Kirchgemeinde Cossonay. 1973 wurde in Bahyse eine Kapelle erbaut. Die ab 1674 bezeugte, von der Venoge angetriebene Mühle von L., die bis 1969 in Betrieb war, wurde von Pro Patria restauriert. 1932 baute L. mit Villars-L. eine gemeinsame Schule. Der 1966 erstellte Zonenplan wurde 1980 angepasst. 1991 errichtete die Gem. eine Kläranlage. L. ist auch zu Beginn des 21. Jh. noch landwirtschaftlich geprägt.


Literatur
– P. Delacrétaz, Les vieux moulins du Pays de Vaud et d'ailleurs, 1986
– C. Bachmann, Wassermühlen der Schweiz, 1987

Autorin/Autor: François Béboux / GL