Bassompierre, François de

geboren 12.4.1579 in Lothringen, gestorben 12.10.1646 Provins (F), kath., ab 1599 Franzose. Sohn eines Obersten der dt. Reitertruppen der kath. Liga. 1601 nahm B. im Dienste Kg. Heinrichs IV. am Krieg gegen Savoyen teil. 1614 wurde er zum Generalobersten der in franz. Diensten stehenden Schweizer und Graubündner ernannt, ein Amt, das ihm 1631 entzogen, nach 1643 zurückgegeben wurde. Als Gesandter in Spanien handelte er 1621 den (nie ausgeführten) Madrider Vertrag aus, der die Rückerstattung des Veltlins an Graubünden vorsah. 1622 Marschall von Frankreich. Gesandter bei der Eidgenossenschaft (12.12.1625-23.2.1626, 3.2.-23.4.1630). 1631 wurde er von Kardinal Richelieu der Verschwörung verdächtigt und in die Bastille eingesperrt. Die zwölf Jahre seiner Gefangenschaft nutzte er zur Abfassung seiner Memoiren.


Werke
Ambassades et négociations en Suisse l'an 1625, en Espagne l'an 1621 et en Angleterre l'an 1626, 1668
Literatur
– O. Erismann, «Marschall B. und seine Sendung in die Schweiz 1625/1626», in JSG 38, 1913, 121-137
– F. Bluche, Dictionnaire du Grand Siècle, 1990, 168

Autorin/Autor: Dominic Pedrazzini / AL