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Daillens

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Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Cossonay. 1109 Dallens. 1453 30 Haushaltungen; 1764 347 Einw.; 1798 322; 1850 405; 1900 428; 1950 415; 1970 338; 2000 598. Wichtige frühma. Nekropole (in den Gebieten A la Condémine und Sus le puit). Im MA teilten mehrere weltl. und geistl. Herren (das Kapitel von Lausanne, die Barone de Cossonay und die Edlen von D.) das Territorium von D. Erst 1766 kam das Dorf unter eine einzige Herrschaft. In der Berner Zeit bildete D. zusammen mit Bettens eine Kastlanei, die von der Vogtei Moudon abhing und sich als Enklave in der Vogtei Morges befand. Die Gemeindeversammlung verwaltete das Dorf. Ab 1228 ist die Pfarrei - die Kirche ist der hl. Maria geweiht - belegt, von der bis 1837 die Filialkirche von Bettens und dann diejenige von Penthalaz abhingen. 1983 erfolgte die Güterzusammenlegung. C. liegt am Knotenpunkt der Eisenbahnlinien Lausanne-Neuenburg (1860) und Lausanne-Cossonay-Vallorbe (1870). 1971-97 hatte die Eidg. Alkoholverwaltung ihre Lagerhäuser in D. 1999 eröffnete die Post auf diesem Gelände eines ihrer drei informatisierten Paktetverteilzentren.


Literatur
– J. Schmid-Golay, Ce bon vieux temps: D. au XIXe siècle, 1984
– D. Décosterd, Région de Cossonay: programme de développement, 3 Bde., 1990-91

Autorin/Autor: Marianne Stubenvoll / MS