Cottens (VD)

Polit. Gem. VD, Bez. Cossonay, an der Kreuzung der Strassen Aubonne-Cossonay und Morges-Col du Mollendruz gelegen. 1041 Chotens. 1764 98 Einw.; 1803 127; 1850 190; 1870 252; 1900 213; 1930 163; 1950 196; 2000 343. Spuren einer röm. Siedlung in Praz de Mex. In Chatez lassen sich Gräben einer Burg (ab 14. Jh. erw.) erkennen. Sie wurde zu Beginn des 17. Jh. aufgegeben, als die Fam. Crinsoz das neue Schloss erbauen liess, das 1841 durch einen Brand zerstört wurde. Im MA war die kleine Herrschaft C. abhängig von der Freiherrschaft Cossonay. 1536-1798 gehörte C. zur Vogtei Morges; die Regelung der kommunalen Angelegenheiten oblag der Versammlung der Dorfgenossen. Kirchlich ist C. an die Pfarrei Pampigny angeschlossen. Das 1684 erbaute Gotteshaus wich 1893 einem Neubau. 1380 wird erstmals eine Mühle erwähnt. 1963 wurde das einzige Gasthaus des Dorfes geschlossen. C. blieb eine ländl. Gem., doch entstand während der 1980er Jahre südl. des Dorfes eine Einfamilienhaussiedlung.


Literatur
– P. Delacrétaz, Les vieux moulins du Pays de Vaud et d'ailleurs, 1986, 132, 204

Autorin/Autor: François Béboux / EJ