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Zendralli, Arnoldo Marcelliano

geboren 4.8.1887 Roveredo (GR), gestorben 10.6.1961 Chur, kath., von Roveredo. Sohn des Giulio, Landwirts und Flachmalers, und der Tommasa geb. Schenardi. ∞ 1924 Maria Helena Zellweger, Tochter des Leopold, Kommandanten der Grenzwache. Volksschule in Roveredo, Lehrerseminar in Chur, Stud. der rom. Philologie an den Univ. Jena, Florenz und Bern, 1910 Promotion. 1911-53 Italienisch- und Französischlehrer an der Kantonsschule Chur. 1918 Initiant und Gründer der Pro Grigioni Italiano (1921-58 Präs.), 1918 Gründer und bis 1938 Redaktor des "Almanacco del Grigioni italiano" sowie 1931 Gründer und bis 1958 Redaktor der "Quaderni grigionitaliani". Autor zahlreicher hist. und literar. Publikationen wie "Das Misox" (1949) und "I magistri grigioni" (1958). Als Lehrer, Publizist und Kulturschaffender setzte sich Z. für die Herausbildung eines Bewusstseins der Einheit Italienischbündens sowie für die Anerkennung der sprachl. und kulturellen Minderheit ein, indem er v.a. die ital. Sprache im Schulbereich zu stärken suchte. 1957 Dr. h.c. der Univ. Zürich.


Literatur
QGI 30, Nr. 4, 1961, 241-318 (Sondernr. zu Arnaldo Marcelliano Z.)
– R. Boldini, Una vita per quattro Valli, 1987
Scrittori del Grigioni italiano, hg. von A. und M. Stäuble, 1998, 94-107

Autorin/Autor: Fernando Iseppi / CHM