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Riva, Francesco Saverio

geboren 30.9.1702 Lugano, gestorben 27.7.1783 Lugano, kath., von Lugano. Sohn des Giovanni Battista ( -> 9). Bruder von Antonio ( -> 3), Gian Pietro ( -> 8) und Rodolfo Giovanni ( -> 16). Stud. am Kollegium S. Antonio in Lugano, am herzogl. Kollegium in Modena und Abschluss 1723 in Zivil- und Kirchenrecht an der Univ. Pavia. Der vielschichtige R., der als Kleriker ohne seelsorger. Aufgaben immer den Titel eines Grafen und Abts trug, verwaltete einen bedeutenden Teil des Familienvermögens, wirkte in versch. Wirtschaftszweigen wie dem Immobilien- und Kreditsektor und vermehrte das Ansehen seines Geschlechts. Er interessierte sich für Philosophie und Literatur und stand mit zahlreichen Philosophen und Literaten im Briefwechsel. R. blieb als Wohltäter und Beschützer des Kapuzinerordens und versch. Bruderschaften in Erinnerung und erwies sich in städt. Streitigkeiten als kluger Schiedsrichter. Unter dem Namen Siredo gehörte er der röm. Akademie Arkadia an.


Literatur
– M. Schnyder, «Un nobile ecclesiastico nella sua comunità», in BSSI, 2004, 149-170

Autorin/Autor: Laura Maggi Notarangelo / GG