Chavannes-le-Veyron

Polit. Gem. VD, Bez. Cossonay (seit 1798), auf einer Hochebene über dem Tal des Veyron (Nebenfluss der Venoge). 1285 erste Erwähnung. 1764 74 Einw.; 1798 91; 1850 136; 1900 162; 1950 103; 1970 86; 2000 125. In La Motte Tumulus aus der Hallstattzeit. Die Abtei Lac de Joux besass Güter und Rechte in C., die Herren von Cossonay erhoben einen Feuerstättenzins. Bis 1798 bildete das Dorf, das in der Berner Zeit zur Vogtei Morges gehörte, eine kleine Herrschaft. Die Gemeindegeschäfte oblagen der Versammlung der Dorfgenossen. Kirchlich hing C. von der Kirchgem. Cuarnes ab. Eine erste Kirche wurde 1636 errichtet; vom Verfall bedroht, wurde sie 1844 neu aufgebaut. Am Veyron stand im MA das Siechenhaus von Cossonay, das im 17. Jh. aufgehoben wurde. Das Grundbuchregister von 1846 erwähnt ebenfalls am Veyron ein hydraulisches Werk (Sägerei, Schmiede und Kelter), das bis in die 1960er Jahre betrieben wurde. Die 1898 gebaute Schule wurde 1981 erneuert. Das Dorf ist nach wie vor durch die Landwirtschaft geprägt.


Literatur
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 93, 315

Autorin/Autor: François Béboux / AA