07/06/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Boussens

Polit. Gem. VD, Bez. Cossonay, im Süden des Gros-de-Vaud gelegen. Die Gem. besteht aus dem Dorf B. und den Weilern Chevrine und Grange aux Aguet. 1177 Bussens. 1474 4 Haushalte; 1661 14; 1764 118 Einw.; 1850 158; 1870 185; 1900 147; 1950 167; 1960 137; 1990 331; 2000 743. Im MA gehörte das Lehen B. zur Herrschaft Cossonay. Grange aux Aguet war Besitz der Abtei Montheron. 1581-1798 war die Herrschaft B. im Besitz der Fam. de Saussure, die in der 2. Hälfte des 17. Jh. das Schloss bauen liess. B. gehörte ab 1536 zur bern. Vogtei Morges, 1798-1803 zum helvet. Distrikt Echallens, seither zum Bez. Cossonay. Im 1757 errichteten Gemeindeschulhaus war ein Raum dem Gottesdienst vorbehalten. Die Kirche ist 1228 als Pfarrkirche erwähnt, doch bereits 1285 gehörte sie vermutlich zur Pfarrei Sullens. Nach Einführung der Reformation war B. Teil der Pfarrei Cheseaux, gehörte dann 1837-52 zu Penthaz, seither zu Vufflens-la-Ville. Die Erweiterung der Bauzone und der Bau von Villen zu Beginn der 1980er Jahre haben zum Anwachsen der Einwohnerzahl beigetragen. 1985 wurde das Gemeindehaus eingeweiht. Die Raumplanung von 1987 versucht, den bäuerl. Charakter des Dorfes zu schützen.


Autorin/Autor: François Béboux / AW