Montherod

Polit. Gem. VD, seit 2006 Amtsbez. Morges, am rechten Ufer der Aubonne, umfasst das an einer Zufahrtsstrasse zum Col du Marchairuz gelegene Dorf M. sowie Einzelhöfe. Um 1344 Monterot. 1764 168 Einw.; 1850 324; 1900 265; 1950 221; 2000 439. Fund von Schalensteinen. Ab 1307 ist eine Bruderschaft zum Hl. Geist bezeugt, die auch Mitglieder aus Bougy-Saint-Martin (Gem. Aubonne) aufnahm. Ende des 15. Jh. verschmolz diese Vereinigung mit der Gemeinde. 1491 erwarb M. zusammen mit anderen Gem. Weiden auf den Jurahöhen. Ab 1344 gehörte M. zur Herrschaft Aubonne, 1701-98 zur Vogtei Aubonne, 1798-2006 zum gleichnamigen Bezirk. Die dem Genfer Kapitel unterstellte Kirche Saint-Apre wurde bei der Reformation der Kirchgem. Aubonne zugeteilt. Am Bach Armary steht eine alte Mühle. 1896-1956 verfügte M. über eine Station an der Eisenbahnlinie Allaman-Aubonne-Gimel, seither verkehrt ein Postauto zwischen den Ortschaften. 1968 wurde das Musée du bois und das Arboretum national du vallon de l'Aubonne eröffnet. Später richtete die Gem. ein Alters- und Pflegeheim ein. 1994 erhielt M. einen Zonenplan. 2000 betrieben elf Bauernhöfe Ackerbau und Viehzucht.


Literatur
– P. Delacrétaz, Quelques biefs pas commes les autres, 1991

Autorin/Autor: Germain Hausmann / MD