Hofmann (TG)

Harnischmachergeschlecht, das über Nürnberg und Lindau kommend, ab 1553 in Frauenfeld verbürgert war und die 1552 von der Stadt gebaute Harnischwerkstätte, die sog. Baliere, besass. Wie Hans (gestorben um 1571) stellte auch sein bekannterer Sohn Lorenz (1541-99) Harnische, Sturmhauben und Prunkschwerter her. Um 1625 gab die Fam. das Handwerk auf, da die Harnische als Kriegswaffen ihre Bedeutung zunehmend verloren. Die H. blieben jedoch ein Handwerkergeschlecht und brachten in den nächsten Generationen v.a. Schlosser und Glaser hervor. Der Aufstieg in die städt. Ämter (Richter) gelang dem Schlosserobmann und Eisenherr Johannes (1686-1765). Im frühen 19. Jh. starb die Fam. aus.


Literatur
– W.H. Doer, «Die Frauenfelder Harnische im Landesmuseum», in ASA 2, 1900, 21-27
– J. Büchi, «Urkundl. Notizen über die Frauenfelder Plattner H.», in ASA 2, 1900, 27-32

Autorin/Autor: Verena Rothenbühler