Schwarzach, von

Um 1350 in Konstanz erstmals erw. Patrizierfam., die ursprünglich aus Schaffhausen stammte. Die Fam. teilte sich ab 1548 in eine kath. und eine ref. Linie, wobei Letztere aber vorerst in Konstanz ansässig blieb. Die S. lebten vom Fernhandel, gehörten der einflussreichen Gesellschaft Zur Katz an und waren wohlhabende Stifter. Sie gingen Ehen mit dem städt. Patriziat, aber auch mit dem ostschweiz. Landadel ein, u.a. mit den Im Thurn und von Hallwyl. Die S. besetzten wichtige städt. Ämter und stellten u.a. mit Johann 1399-1415, mit dem ref. Felix 1553 sowie dem kath. Johann Franz 1713-20 den Konstanzer Bürgermeister. Vom 15. bis 17. Jh. besassen die S. während einiger Jahre thurg. Gerichtsherrschaften, so 1412-52 jene von Liebburg. 1584 erwarb die Witwe Hans Jakobs, Ursula von Landenberg, den Freisitz Thurberg bei Weinfelden, der bis 1637 im Besitz der S. verblieb.


Literatur
– B. Giger, «Gerichtsherren, Gerichtsherrschaften, Gerichtsherrenstand im Thurgau vom Ausgang des SpätMA bis in die frühe Neuzeit», in ThBeitr. 130, 1993, 5-216
– W. Zimmermann, Rekatholisierung, Konfessionalisierung und Ratsregiment, 1994
– C. Heiermann, Die Gesellschaft "Zur Katz" in Konstanz, 1999

Autorin/Autor: Erich Trösch