03/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Féchy

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Aubonne. F. umfasst zwei Siedlungskerne beidseits der als Vy d'Etraz bezeichneten Strasse Nyon-Aubonne: F.-Dessous mit den Weilern La Crausaz und Le Saugey und F.-Dessus, ein von Reben umgebenes Reihendorf. Am Nordrand des Weingebiets ist das neue Quartier Les Cassivettes entstanden. 1188 Fescheio. 1764 183 Einw.; 1850 319; 1900 330; 1950 347; 2000 632. Galloröm. Siedlungsspuren an den Fundstellen Le Tombey, Bayel und La Gordanne; Abschnitte der Römerstrasse Vy d'Etraz nach Messinjean; spätma. Friedhof am Ort Le Tombey. F. war zunächst eine Pfarrei der Diözese Genf und ging nach der Reformation in der Pfarrei Aubonne auf. Die dem hl. Sulpitius geweihte, 1188 erwähnte Kirche unterstand dem Hospiz des Grossen Sankt Bernhard. 1906-07 wurde sie restauriert, heute steht sie unter Denkmalschutz. Eine Bruderschaft vom Hl. Geist ist ab 1336 erwähnt. F. gehörte zur Herrschaft Aubonne, ab 1701 zur gleichnamigen Vogtei. Das Gebiet von F. umfasste dreiundzwanzig Adelslehen, die bis 1731 nach und nach in den Besitz der Herren von Bern gelangten. 1893 wurde in Le Saugey ein Gemeindehaus errichtet. F. ist bekannt für seine Weinproduktion, in der 2000 ein Drittel der Bevölkerung beschäftigt war.


Literatur
R. Molliex, Les Fezzolans, 1991

Autorin/Autor: Germain Hausmann / EM