21/07/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

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Polit. Gem. VD, Bez. Aubonne. Dorf mit drei neuen, peripher gelegenen Quartieren (u.a. Wohnsiedlung La Mottaz, 1968). 1011 Aplis. 1416 24 Haushalte; 1764 362 Einw.; 1850 591; 1900 546; 1950 587; 2000 1'159. Archäolog. belegt sind Schalensteine, röm. Siedlungsspuren und ein frühma. Gräberfeld. Kg. Rudolf III. von Burgund schenkte am 18.2.1011 die über Fundamenten eines aus dem 8. Jh. stammenden Gotteshauses errichtete Pfarrkirche Saint-Pierre mit dem Dorf A. dem Kloster Romainmôtier. Nach dessen Rechtsordnung ("Plaict général") von 1327 waren die Einw. zwar frei, unterstanden aber dem Todfall und Heiratsbeschränkungen. Sie wurden zu Gemeindeversammlungen (plaids généraux) zusammengerufen. 1536 unterstellten die Berner A., eingeschlossen zwischen den Landvogteien Morges und Aubonne, ihrer Landvogtei Romainmôtier. Die von einem Zwölferrat verwaltete Gem. erbaute 1669 ein Gemeindehaus. 1798 wurde A. dem helvet. Distrikt Morges, 1803 dem Bez. Aubonne angeschlossen. 1798 gingen die Bannwälder Bois de Savoye und Bois de Saint-Pierre (95 ha) an den Staat. Die Domäne des Bois de Fermens (160 ha, Eigentum zweier Stiftungen) entstand 1435 durch die Teilung der Ländereien des Henri de Colombier. Seine gegenwärtige Entwicklung verdankt A. seiner guten geogr. und Verkehrslage (Station der Bière-A.-Morges-Bahn) sowie modernster Industrie (Schaltanlagen, Edelstahlrohre). Reithalle, Schulzentrum, regionales Alters- und Pflegeheim.


Literatur
– A. Decollogny, A., 1945
– P. Bonard, Fontaines d'A., 1980
– P. Bonard, Les cloches d'A., 1981
– F. Besson, L'hôtel de Commune d'A., 1986
– N. Hofmann, A., 1991

Autorin/Autor: Frédéric Besson / KMG