Kaiser (SO)

Die Fam. K. zählt in der Stadt Solothurn zu den Altbürgergeschlechtern. So wurde schon 1490 ein Peter Bürger von Solothurn. Dieses Altbürgergeschlecht starb in der Stadt 1770 aus. Indes liess sich der aus Eglisau stammende Glockengiesser Martin 1621 in Solothurn einbürgern und begründete hier eine Glockengiesserfamilie. Sein gleichnamiger Sohn (gestorben nach 1670) zog 1658 nach Zug, wo einige seiner Nachkommen ebenfalls als Glockengiesser tätig waren. Unter den späteren Vertretern der Fam. (jüngere Linie) in Solothurn ist namentlich Viktor (1821-97) zu nennen, der auch Bürger von Ammannsegg war. Er wirkte an der Kantonsschule Solothurn als Lehrer für Philosophie und Kulturgeschichte und verfasste zahlreiche Publikationen. Die Fam. K. ist auch in zahlreichen Landgem. vertreten. Verschiedene von ihnen bekleideten hohe polit. Ämter, so Nationalrat Simon ( -> 20) aus Biberist.


Literatur
– P. Wirz, Protasius: Alphabeth. Verz. der lebenden und ausgestorbenen Bürgergeschlechter der löbl. Stadt Solothurn, 1863-65
Zuger Njbl., 1949, 39, (Stammtaf. der Zuger K.)
– «Briefe aus dem Sonderbundskrieg von Hauptmann Jean K. an seine Fam.», in JbSolG 59, 1986, 175-184

Autorin/Autor: Othmar Noser