• <b>Corbeyrier</b><br>Das Erdbeben vom 1., 2. und 3. März 1584 in der Vogtei Aigle. Flugschrift mit Holzschnitt, herausgegeben 1584 in Basel von Samuel Apiarius (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv, Wickiana, herausgelöst aus Ms. F 32, Fol. 96). Das Erdbeben verursachte am 4. März einen Erdrutsch, der Gebäude, Menschen und Vieh mit sich riss. 29 Menschen starben in Corbeyrier, 93 in Yvorne. Mag die Illustration auch der Fantasie entsprungen sein, so sind doch die im Text angegebenen Zahlen sehr genau.

Corbeyrier

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Aigle. C. liegt am rechten Rhoneufer an der Militärstrasse des Hongrin und erstreckt sich vom oberen Ende der Weinberge von Yvorne bis zu den grossen Alpweiden in den Tälern der Eau-Froide und des Petit-Hongrin. Die Gem. besteht aus den Weilern Boveau, Luan, Le Crettex, Vers Cort. 1261 de Cubiriaco. 1764 225 Einw.; 1850 269; 1900 264; 1950 260; 2000 347. 1475-1798 gehörte C. zum Mandement Aigle in der gleichnamigen Vogtei und stellte zwei Mitglieder des Kastlaneigerichts. 1828 wurde C. eine unabhängige Gemeinde. 1830 wurden die Güter aufgeteilt, die C. zuvor mit Aigle und Yvorne gemein hatte. Kirchlich gehörte C. erst zur Pfarrei bzw. Kirchgem. Aigle, dann seit 1833 de iure, seit 1838 auch de facto zur neu gegr. Kirchgem. Yvorne. Eine ref. Kapelle entstand 1908. Eine kath. Kapelle wurde 1902 errichtet; sie wird seit 1999 von der Gem. unterhalten. Zahlreiche Gebäude wurden 1584 durch einen Erdrutsch zerstört, der, ausgehend vom Zirkus von Luan, bis nach Yvorne hinunterstürzte. Auf den Gemeindealpen von Luan und den privaten Weiden von Les Agittes wird Berglandwirtschaft betrieben. Anfang des 20. Jh. kam der Tourismus auf. Das Hotel Victoria wurde in den 1880er Jahren in ein Alters- und Pflegeheim umgewandelt.

<b>Corbeyrier</b><br>Das Erdbeben vom 1., 2. und 3. März 1584 in der Vogtei Aigle. Flugschrift mit Holzschnitt, herausgegeben 1584 in Basel von Samuel Apiarius (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv, Wickiana, herausgelöst aus Ms. F 32, Fol. 96).<BR/>Das Erdbeben verursachte am 4. März einen Erdrutsch, der Gebäude, Menschen und Vieh mit sich riss. 29 Menschen starben in Corbeyrier, 93 in Yvorne. Mag die Illustration auch der Fantasie entsprungen sein, so sind doch die im Text angegebenen Zahlen sehr genau.<BR/>
Das Erdbeben vom 1., 2. und 3. März 1584 in der Vogtei Aigle. Flugschrift mit Holzschnitt, herausgegeben 1584 in Basel von Samuel Apiarius (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv, Wickiana, herausgelöst aus Ms. F 32, Fol. 96).
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Literatur
150 ans de vie paroissiale: Yvorne-C., 1988

Autorin/Autor: Denyse Raymond / KMG