Girtanner

Vermutlich aus dem Weiler Girtanne (Geiertanne) in Wald (AR) stammende Fam. der Stadt St. Gallen, deren Bürgerrecht Heinrich und Rudolf 1387 erwarben. Viele Mitglieder der Fam. übten den Färberberuf aus, und zwar in direkter genealog. Folge vom 16. (evtl. 15.) bis ins frühe 20. Jh. Ab dem 18. Jh. entstammten der Fam. auch Kaufleute, Ärzte (Christoph -> 1), Wissenschaftler (Johann Joachim -> 4) und Techniker. Vom 15. bis in die 1. Hälfte des 19. Jh. bekleideten die G. zahlreiche polit. Ämter, u.a. als Bürgermeister der Stadt St. Gallen im 18. Jh. und als Regierungsrat (Hans Kaspar 1741-1808). 1776 wurde Johannes (1705-81), Besitzer von Schloss und Herrschaft Luxburg am Bodensee, in den Adel und 1779 zum Reichsfreiherrn erhoben, sein Sohn Johann Friedrich (1748-1820) 1790 zum Grafen. Letzterer war der Stammvater der Gf. von Luxburg in Bayern. Familien- und Armenlegat von 1782.


Literatur
– H. Girtanner, Die Gesch. der Fam. G. [...], Typoskr., 1919, (StadtA St. Gallen)

Autorin/Autor: Marcel Mayer