05/06/2002 | Rückmeldung | PDF | drucken

Ambrosius

geboren um 339 (Aurelius Ambrosius) Trier,gestorben 397 Mailand. Sohn eines praefectus praetorio Galliarum. Nach dem Stud. in Rom trat er in eine Beamtenlaufbahn ein. Um 370 war er Konsular (Statthalter) der Provinz Ligurien und Emilia mit Amtssitz Mailand. Als 374 der arian. Bf. Auxentius starb, wurde er unerwartet zum Nachfolger gekürt. Seine Amtszeit prägte eine intensive pastorale Tätigkeit in ganz Norditalien. A. weihte laut Tradition Felix zum ersten Bf. von Como, dem auch Teile des Tessins unterstanden. Sein Einfluss beschränkte sich nicht auf die Alpensüdseite: So unterstützte ihn etwa Theodorus, Bf. von Octodurus (Martigny), bei einer seiner Auseinandersetzungen mit dem Arianismus, der am Mailänder Hof nach wie vor viel Einfluss besass. Auch vor Kontroversen mit Ks. Theodosius I. schreckte A. nicht zurück. Neben seinen theol. Aktivitäten spielte er im Abendland auf vielen Gebieten eine Vorreiterrolle. Er wusste insbes. den Märtyrerkult zu fördern. Der Kirchenvater A. (Heiligentag 7.12.) war eine der hervorragendsten Persönlichkeiten des 4. Jh. Schutzpatron von Mailand.


Literatur
– P. Courcelle, Recherches sur Saint Ambroise, 1973
HS I/6, 63-65, 310

Autorin/Autor: Eric Chevalley / MF