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Gailland, Ulrich

geboren 16.5.1872 Bagnes,gestorben 9.5.1933 Monthey, kath., von Bagnes. Sohn des Louis Hercule, Lehrers. Im Konkubinat mit Marie-Louise Meylan, einer verheirateten Lehrerin. G. besuchte das Lehrerseminar in Sitten und war dann Lehrer im Wallis, später im Waadtland. Um 1900 gab er den Lehrerberuf auf und versuchte sich als Journalist. Zunächst schrieb G. ausschliesslich aus einer dezidiert antiklerikalen Haltung heraus. Mit der Zeit neigte er immer mehr zum Sozialismus. 1901 gründete er die Zeitschrift "La Lutte" (1901-06), dann "La Libre-Pensée", "Le Phare" u.a. Zusammen mit Karl Dellberg übernahm er "La Justice" (1910-13). Erfolglos versuchte er 1906 im Wallis eine sozialist. Partei zu gründen. 1921 machten sich erste Zeichen einer psych. Krankheit bemerkbar. Bald darauf wurde G. in die Anstalt von Cery (Gem. Prilly) eingeliefert, dann in jene von Malévoz, in der er schliesslich starb.


Literatur
– L. Imhof, «Les débuts de la presse socialiste en Valais», in Ann. val., 1952, 231-240
– A. Clavien, «Les origines du PS valaisan», in Les origines du socialisme en Suisse romande, hg. von C. Cantini et al., 1989, 189-212

Autorin/Autor: Alain Clavien / SK