Anderfuhren, Hans

geboren 22.5.1893 (Johann Heinrich) Interlaken, gestorben 8.7.1973 Zürich, von Iseltwald. Sohn des Friedrich, Schmiedemeisters, und der Anna Maria Magdalena geb. Milt. ∞ 1) Bertha Studer, 2) Lina Anna Häfeli, 3) Hedwig Knecht, Krankenschwester. Metallarbeiterschule in Winterthur. Mechaniker, Heimerzieher, u.a. 1920-21 und 1945-50 in Wien. Kontakt zur religiös-sozialen Bewegung, im 1. Weltkrieg Beitritt zur Sozialist. Jugend in Olten. Nach dem Landesstreik von 1918 zu Gefängnisstrafe verurteilt. 1921 Mitglied der Kommunist. Jugend, später Übertritt zur SPS. 1928 Etablierung in Zürich, 1932-35 Kantonsrat. 1934 Reise in die Sowjetunion, Ende 1934 Ausschluss aus der SPS. 1935 offizieller Beitritt zur KPS, 1936 Wahl ins Zentralkomitee. 1938 im sog. Spanienprozess Verurteilung zu elf Monaten Gefängnis wegen Anwerbung Freiwilliger. Mitbegr. der PdAS, 1956 Austritt. Dann bis zum Tod Engagement in trotzkist. Gruppen.


Literatur
– D. Vogelsanger, Trotzkismus in der Schweiz, 1986
– B. Studer, Un parti sous influence, 1994

Autorin/Autor: Brigitte Studer