13/11/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Moghegno

Ehem. polit. Gem. TI, Bez. Vallemaggia, seit 2004 Teil der Gem. Maggia. Dorf auf der rechten Talseite, ca. 15 km von Locarno entfernt gelegen. 1335 Mogeno. 1591 53 Feuerstellen; 1761 300 Einw.; 1801 294; 1850 392; 1900 264; 1950 205; 2000 336. Röm. Gräberfeld (1.-3. Jh. n.Chr.). Im MA bildete M. eine Dorfgenossenschaft mit Lodano und Aurigeno, von der sich das Dorf vor 1531 löste. 1643 trennte sich M. von der Pfarrei Aurigeno. Die Kirche S. Maria della Natività ist 1579 belegt. Das heutige Gotteshaus wurde im 17. Jh. als Erweiterung eines älteren Gebäudes erstellt. Es enthält 1842 gefertigte Gemälde von Giovanni Antonio Vanoni, der auch die südlich des Dorfes gelegene Kapelle S. Maria Annunziata von 1850 ausmalte. Neben Ackerbau, Weinbau und Viehzucht stellte die Auswanderung nach Italien bzw. nach 1850 auch nach Übersee jahrhundertelang eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung dar. Im Dorf sind noch zwei Torfgruben aus dem 15. Jh. erhalten. Das Kraftwerk von 1914 wurde 1955 geschlossen. Die Überschwemmung von 1978 zerstörte die Brücke zwischen M. und Maggia. 2000 waren ungefähr zwei Drittel der Erwerbstätigen Pendler, v.a. in die Agglomeration Locarno.


Literatur
La necropoli romana di M., Ausstellungskat. Cevio, 1995
M., hg. von A. Tomasi, A. Poncini, 2004

Autorin/Autor: Daniela Pauli Falconi / CN