Busswil bei Büren

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Büren, Verwaltungskreis Seeland, seit 2011 Teil der Gemeinde Lyss. Das Dorf B. (1316 Buswile) mit den Quartieren Faulenmatt, Gummeneggen, Höger, Niel- und Muracker liegt am rechten Ufer der Alten Aare. 1764 106 Einw.; 1850 192; 1900 429; 1950 626; 2000 1'891. Einzelgräber der Latènezeit, grosses hallstattzeitliches (Ostseite Bergli) bzw. ma. Gräberfeld (Friedhof) sowie unbestimmte (röm. oder ma.?) Siedlungsspuren im Vogelsang. Grösste Güterbesitzer waren die Gf. von Aarberg, mit deren Herrschaft die Gemeinde 1379 als Teil des Niedergerichts Lyss an Bern zur neuen Landvogtei Aarberg kam (1803 Oberamt Büren). B. ist Teil der Kirchgem. Diessbach mit eigenem Friedhof seit 1955. Eine Kapelle (Flurname Kappeli) ist nicht belegt. Im 19. Jh. vermochte B. den einstigen, geografisch bedingten Standortnachteil wettzumachen: Die 1. Juragewässerkorrektion befreite von der Aarewehr. Der Anschluss an die Bahnlinien Biel-Bern (1864) und Solothurn-Lyss (1876) und v.a. die Autobahn leiteten die rasche Entwicklung zur Agglomerationsgemeinde von Lyss und Biel ein. Eigene Industrie und Gewerbe (Maschinen- und Metallbaufirmen, Essigfabrik, Uhrenschalenfabrik 1944-81, Fensterfabrik, Bau- und Carunternehmen) beeinflussen die Pendlerbilanz.


Literatur
Chronik der Gem. des Kt. Bern 1, 1951
B., 1999

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler