01/02/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Cavergno

Polit. Gem. TI, Bez. Vallemaggia. Dorf eingangs des Valle Bavona, das seit jeher das natürl. Hinterland von C. bildet. 1284 Cavergnium. 1669 188 Haushalte; 1801 418 Einw.; 1850 455; 1900 388; 1920 359; 1950 399; 1970 511; 2000 468. Alle Siedlungen des Tals, mit Ausnahme von S. Carlo, gehören politisch zur Gem. C. Im 14. Jh. bildeten C., Bignasco, Menzonio und Brontallo zusammen eine Nachbarschaft, behielten aber ihre Autonomie bei. Die Pfarrkirche S. Antonio da Padova wurde 1682 erbaut und seither mehrfach erneuert. Sie enthält Fresken von Antonio Rinaldi von Tremona. Bis 1786 gehörte C. zur Unterpfarrei Bignasco. Vom 17. Jh. an emigrierten Einwohner C.s nach Italien. Im 18. und 19. Jh. folgte eine starke Auswanderung nach Holland (Kaminfeger, Ofenbauer, Schirmmacher, Kleinhändler, Bauleute), Ungarn und später Australien. Vieh- und Alpwirtschaft bildeten während Jahrhunderten die Haupttätigkeiten der Bevölkerung. Heute sind viele Einwohner in den versch. Steinbrüchen, in denen Gneis gewonnen wird, beschäftigt. Nach der lang andauernden Bevölkerungsabnahme wurde in den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. ein Wachstum registriert, das u.a. auf den Bau von Wasserkraftwerken in den 1960er Jahren zurückzuführen ist.


Literatur
Vallemaggia, hg. von G. Martini, 1988, 106

Autorin/Autor: Daniela Pauli Falconi / CN