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Righini, Sigismund

geboren 4.1.1870 Stuttgart, gestorben 24.10.1937 Zürich, kath., von Bedigliora. Sohn des Francesco, Malers und Architekten, und der Maria Katharina geb. Steinbrecher. ∞ 1893 Constanze Macpherson. Kindheit ab 1877 in Zürich, 1888-93 Studienaufenthalte zum Zeichnen und Malen in Paris, Italien und England, 1893-95 im Tessin, 1895 Niederlassung in Zürich. 1897 war R. Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Zürich, ab 1899 Mitglied der Ausstellungskomm. der Zürcher Kunstgesellschaft (Präs. 1918-37), 1904-37 Präs. der Sektion Zürich der Gesellschaft Schweiz. Maler, Bildhauer und Architekten, ab 1916 Mitglied der Eidg. Kunstkomm. (1923-37 Vizepräs.). 1926, 1932 und 1934 zeichnete er für die Einrichtung der schweiz. Abteilung an der Biennale in Venedig verantwortlich. R. gilt als einflussreichster Kunstpolitiker der Schweiz im 1. Drittel des 20. Jh. Er setzte sich u.a. vehement für die Förderung einheim. Schaffens ein und verlangte eine Einfuhrbeschränkung für ausländ. Kunst. Als Maler verzeichnete R. in den ersten beiden Dekaden des 20. Jh. beachtl. Erfolge. Wiederholt zeigte er seine dem schweiz. Kolorismus nahestehenden Werke wie Stillleben, Landschaften und diverse Familienbildnisse an nationalen und internat. Ausstellungen. Im letzten Jahrzehnt seines Lebens konzentrierte sich R. ausschliesslich auf die Zeichnung.


Literatur
– W. Fries, Sigismund R., 1870-1937, 1939
– R. Koella, Sigismund R., 1993
BLSK, 869 f.

Autorin/Autor: Matthias Oberli