08/06/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken

Brontallo

Polit. Gem. TI, Bez. Vallemaggia, Dorf auf einer Terrasse (716 m) am rechten Abhang des Tals. 1574 Bruntalo. 1669 227 Einw.; 1795 90; 1850 173; 1900 133; 1950 92; 2000 50. Bis zu Beginn des 15. Jh. bildeten B. und Menzonio eine Gemeinde sowie mit Bignasco und Cavergno eine Nachbarschaft. Die Kirche S. Maria e S. Giorgio, bereits im 15. Jh. erwähnt, wurde im 16. Jh. wieder aufgebaut, danach mehrmals restauriert. Bis 1513 war sie zusammen mit Menzonio Teil der Pfarrei Cevio, von der sie sich 1655 löste. Am meisten Einwohner hatte der Ort im 17. Jh. Der Bevölkerungsschwund, bereits im 18. Jh. erkennbar, verschärfte sich nach einem Unterbruch im 20. Jh. Die Einwohner betrieben jahrhundertelang Land- und v.a. Weidewirtschaft. Die Strasse ins Val Lavizzara hinunter wurde 1955 fertig gestellt. 1990 war weniger als ein Drittel der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig. In der Gemeinde steht eine grössere Anzahl Zweitwohnsitze.


Literatur
– B. Donati, «B. un villaggio da salvare», in Valmaggia Viva, 1974, 39-45

Autorin/Autor: Daniela Pauli Falconi / AG