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Pereda, Raimondo

geboren 29.9.1840 Lugano, gestorben 10.10.1915 Lugano, von Lugano. Sohn des Clemente. Zeichenschule in Lugano, 1857-61 Akad. Brera in Mailand, Praktikum beim Mailänder Bildhauer Pietro Magni. Um 1874 eigenes Atelier in Mailand, zahlreiche Aufträge für den dortigen Cimitero Monumentale und andere lombard. Friedhöfe. 1891 dritter Rang am Wettbewerb für das Wilhelm-Tell-Denkmal in Altdorf (UR). 1893 endgültige Rückkehr nach Lugano und hier Lehrer an der Zeichenschule. 1891-96 und 1898-1900 Mitglied der Eidg. Kunstkommission. P.s stark vom Verismus geprägte Genreskulpturen fanden beim bürgerl. Publikum Anklang, trugen aber wenig zur Kunstentwicklung bei. Zu seinen häufigsten Motiven zählen Frauen- und Kindergruppen mit ausgeprägter, fast schon karikaturhafter Mimik. Viele Friedhofsskulpturen belegen sein Interesse für den Symbolismus.


Literatur
– G. Foletti, Arte nell'Ottocento, 2001, 371-379
L'affermazione di un'identità, 1870-1914, Ausstellungskat. Lugano, 2002

Autorin/Autor: Gianna A. Mina / CN