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Pedretti, Turo

geboren 7.12.1896 (Arturo) Samedan, gestorben 17.7.1964 Cazis, kath., aus Chiavenna, ab 1916 von Mathon. Sohn des Giuliano, Dekorationsmalers, und der Berta geb. Wolf. ∞ 1923 Marguerite His, Sängerin. Nach der Kunstgewerbeschule in Zürich machte P. 1912-16 eine Lehre als Dekorationsmaler. 1917 folgten erste Ausstellungen. Im gleichen Jahr lernte er Giovanni Giacometti kennen, der ihn künftig als väterl. Mentor begleitete. Nach Studienreisen 1922 nach Paris und London, kehrte P. 1923 ins Engadin zurück. Bis 1951 lebte er in Samedan. Nachdem dort eine Lawine sein Haus und Atelier zerstört hatte, liess er sich in Celerina/Schlarigna nieder. 1936 gehörte er zu den Gründern der Bündner Sektion der Gesellschaft Schweiz. Maler, Bildhauer und Architekten. Neben Landschaftsgemälden, Stillleben und Porträts schuf P. insbesondere ab den 1930er Jahren in öffentl. und privaten Gebäuden auch einige Wandbilder. Er gilt als wichtiger Vertreter der fauvist. und expressionist. Landschaftsmalerei der Schweiz.


Literatur
Turo P. 1896-1964, Ausstellungskat. Chur und Warth, 1984
– Turo P., Ausstellungskat. St. Moritz, 1996
BLSK, 808 f.

Autorin/Autor: Lara Calderari / CN