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Avegno

Polit. Gem. TI, Bez. Vallemaggia. Unterste Gem. des Tals, linksseits der Maggia. Das Dorf bestand aus drei versch. Ortsteilen, die heute zu einer einzigen Siedlung verschmolzen sind. 1189 Vegno. 1591 63 Fam.; 1703 490 Einw.; 1801 400; 1850 399; 1900 322; 1941 167; 1950 215; 2000 493. Schon im 14. Jh. hatten A. und Gordevio einen eigenen Kaplan, verm. trennten sie sich aber erst um 1645 von der Mutterkirche in Maggia und wurden selbstständige Pfarreien. Die 1313 geweihte Pfarrkirche SS. Luca e Abbondio wurde im 17. Jh. vergrössert; aus dieser Zeit stammt auch das reichhaltige Stuckwerk. Die Landwirtschaft, vormals Hauptbeschäftigung der Einw., ist heute beinahe inexistent. Kunsthandwerk (Herstellung von Korb- und Töpferwaren) und Steinhauerei vermochten die Abwanderung zu bremsen. Das starke Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte erklärt sich aus der Nachbarschaft zu Locarno. In der Talebene haben sich einige Unternehmen niedergelassen; div. Sporteinrichtungen und Campingplätze wurden erstellt. 1982 erhielt A. den Wakker-Preis als Auszeichnung für die Bemühungen zur Bewahrung des hist. Dorfbildes.


Literatur
Vallemaggia, hg. von G. Martini, 1988, 74

Autorin/Autor: Daniela Pauli Falconi / AG