Aurigeno

Ehemalige politische Gemeinde TI, Bezirk Vallemaggia, seit 2004 Teil der Gemeinde Maggia. Auf der rechten Seite des Talgrundes gelegenes Dorf mit den Weilern Terra di Fuori und Ronchini. 1276 Urigeno. 1591 65 Haushalte; 1709 398 Einw.; 1801 302; 1850 297; 1900 219; 1950 214; 1970 127; 2000 372. Da das Dorf im Winter keine Sonne empfängt, zogen die Einwohner während der kalten Jahreszeit in den Weiler Ronchini (gegenüberliegende Talseite) oder nach Dunzio (auf einem Felsvorsprung gelegen) und praktizierten so eine Art Transhumanz. Im MA bildete A. eine Genossenschaft mit Lodano und Moghegno. A. trennte sich vor dem 16. Jh. von der Pfarrei Maggia zusammen mit Lodano und Moghegno, die im 17. Jh. selbstständige Pfarreien wurden. Die um 1761 erbaute Pfarrkirche S. Bartolomeo ist eine Erweiterung einer Kapelle aus dem 12. bis 13. Jh. und enthält wertvolle, 1866 entstandene Fresken des einheim. Malers Giovanni Antonio Vanoni, der auch Häuser und Kapellen ausgeschmückt hat. Von besonderem kunsthist. Interesse sind die Fresken (1508) in der Kapelle S. Antonio Abate (15.-16. Jh.). Die Bevölkerungszunahme und der Bau zahlreicher Zweitwohnsitze in den letzten Jahrzehnten ist auf die Nähe der Agglomeration Locarno zurückzuführen.


Literatur
Il Comune, 1971, 33-44

Autorin/Autor: Daniela Pauli Falconi / AG