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Montag, Carl [Charles]

geboren 23.3.1880 Winterthur, gestorben 28.7.1956 Meudon (Ile-de-France), ref., von Winterthur, später auch Franzose. Sohn des Sigmund, Kaufmanns und Teigwarenfabrikanten aus Isny (Allgäu), und der Alwine Caroline geb. Geilinger, von Winterthur. ∞ 1918 Charlotte Elise Mandron. Technikum in Winterthur, Diplom als Zeichnungslehrer, Weiterbildung in München. 1903 Ansiedlung in Paris. Beeinflusst vom Nachimpressionismus, war M. bis 1918 als Maler aktiv und stellte in der Schweiz und Paris aus. Ab 1915 wirkte er als Mallehrer Sir Winston Churchills. Ab 1905 propagierte M. den franz. Impressionismus in der Schweiz, war als Kunstvermittler massgeblich am Aufbau wichtiger Sammlungen beteiligt und organisierte zahlreiche Museumsausstellungen mit franz. Kunst (u.a. Camille Corot, Gustave Courbet, Eugène Delacroix). Als Ambassadeur de l'art français unterstützte er die franz. Kulturpropaganda. Ab 1941 war M. an der "Arisierung" und Liquidation von Galerien in Paris beteiligt. 1920 Ritter, 1939 Offizier der franz. Ehrenlegion.


Archive
– Schweiz. Inst. für Kunstwissenschaft, Zürich, Nachlass
Literatur
Carl M., Ausstellungskat. Baden, 1992
BLSK, 737 f.
UEK 1, v.a. 294-296

Autorin/Autor: Eva-Maria Preiswerk-Lösel